Bewegende Abenteuer in Südamerika

Katze mit Reiseführer

Reisen und Bewegung, das sind zwei meiner Lieblingsthemen. Beides kombiniert ist das Nonplusultra. Ich stelle dir fünf (bewegende) Abenteuer in Südamerika vor. Bei einigen geht es hoch hinaus. In Höhen, wo in der Schweiz nur noch Schnee und Eis liegt. Falls du mal in der Gegend bist – nur Mut!

Salkantay Trek (Peru)

Ein Trekking stand schon lange auf meiner Wunschliste. Dann bin ich eines Tages in Cusco, habe Zeit und nutze die Gelegenheit.

Der Salkantay Trek ist eine Alternative zum sehr kommerzielle Inka-Trail, lässt sich meist kurzfristig organisieren und dauert fünf Tage (4 Nächte). Davon übernachtet man 3x im Zelt, einmal auf 3800 Meter über Meer. Am letzten Tag folgt der Besuch von Machu Picchu. 

Technisch ist der Trek nicht schwierig, die grösste Herausforderung ist die dünne Luft. Der höchsten Punkt wird am zweiten Tag mit der Passüberquerung auf 4600 Meter über Meer erreicht. Und wie könnte es anders sein, genau an diesem Morgen ist mir kotzübel und ich bin grün im Gesicht. Doch dank dem gemütlichen Tempo und viel Coca Tee geht es mir zum Glück rasch besser. Die Höhe darf man nicht unterschätzen und eine vorgängige Akklimatisation ist dringend zu empfehlen.

Salkantay Pass

Biketour Chimborazo (Ecuador)

In Riobamba überrede ich meine Begleiterin zu einer Fahrradtour der besonderen Art. Unser Ziel ist der inaktive Vulkan Chimborazo, mit 6263 m Höhe über dem Meeresspiegel der höchste Berg in Ecuador. Natürlich wollen/können wir nicht den Gipfel erklimmen, aber es geht ganz schön weit hinauf. Zuerst bequem mit dem Auto (!) auf 4800 Meter zu der ersten Schutzhütte. Man stelle sich das in der Schweiz vor. Von da erwandern wir uns weitere 200 Höhenmeter zum Refugio Edward Whymper. Nie hätte ich gedacht, dass eine so kurze Strecke so dermassen anstrengend sein kann. Doch die Strapazen lohnen sich, es ist ein unglaubliches Gefühl, auf 5000 Meter zu stehen.

Hast du gewusst? Whymper war nicht nur Erstbesteiger vom Chimborazo, sondern auch vom Matterhorn.

Nach dem Lunch startet der spassige Teil des Tages. Mit dem Bike düsen wir hinunter auf 2600 Meter, auf einer wenig befahrenen Strasse durch abgelegene Indianerdörfer, weit weg von den Touristenpfaden. Wir durchqueren grüne Täler, passieren gigantische Felsformationen und sehen kleine Wasserfälle. Immerhin legen wir 54 km auf dem Bike zurück.

Chimborazo

Die gefährlichste Strasse der Welt (Bolivien)

El camino de la muerte (die gefährlichste Strasse der Welt), dieser Ausflug stand ganz oben auf meiner Wunschliste für Bolivien. Ich buche eine Biketour, 63 km Downhill von den Schneebergen auf 4700 hinunter in den Dschungel auf 1100 Meter. Das ist genau mein Ding.

Die Strasse ist teilweise nur drei Meter breit, Leitplanken sind nicht vorhanden, gähnender Abgrund tut sich vor uns auf. Man kann sich ohne viel Fantasie vorstellen, weshalb hier schon diverse Autos, Lastwagen, Busse und Biker zu Tode gestürzt sind. Heute gibt es eine Umfahrungsstrasse.

Die Tour ist professionell und sicher organisiert. Definitiv eines meiner coolsten Abenteuer in Südamerika.

Camino de la muerte

Vulkantour Villarica (Chile)

Der aktive Vulkan Villarrica ist eine der grossen Attraktionen in der Gegend von Pucón und wir haben Glück, bei unserem Besuch ist eine Besteigung möglich. In der Unterkunft empfiehlt man uns die Agentur Aguaventuras und die machen einen guten Job. Wir bekommen Bergschuhe und einen schweren Rucksack voller Ausrüstung inklusive Eispickel und eine Schutzmaske wegen der Gase auf dem Gipfel. Der Aufstieg auf Schnee (1400 Höhenmeter) ist anstrengend. Alle anderen Gruppen laufen mit Steigeisen. Unser Bergführer findet, es geht auch ohne und da hat er völlig recht. Irgendwann ist es geschafft, wir stehen auf dem Gipfel auf 2857 Meter und sehen, wie es blubbert im Schlund des Vulkanes. Ein eindrückliches Erlebnis.

Hinunter geht es dann rassig. Auf einem „Füdlibob“ (Schlitten) rutschen wir über die Schneefelder Richtung Tal. Gesteuert und gebremst wird mit dem Eispickel. Was für ein Spass!

Villarrica

Sandboarding San Pedro de Atacama (Chile)

Die Landschaft rund um San Pedro ist schlicht der Wahnsinn und es lassen sich tolle Ausflüge unternehmen, auch sportliche. An einem späten Nachmittag fahren wir, bewaffnet mit Snowboards ins nahe gelegene „Todestal“. Schuhe anziehen, Helm auf und los. Skilift? Leider nein, die Düne müssen wir zu Fuss erklimmen.

Die Jungs von sandboardsanpedro sind cool und haben Erfahrung mit Anfängern wie uns. Es macht total Spass. Zum Abschluss wird uns ein Pisco Sour mit Sonnenuntergang serviert. Ein fantastischer Ausflug.

Mehr zu San Pedro findest du im Beitrag San Pedro de Atacama – Pucará de Quitor.
San Pedro

Abenteuer und Südamerika - die perfekte Kombination.

4 Kommentare zu “Bewegende Abenteuer in Südamerika”

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