Marrakesch – die Stadt der fünf Sinne

Marrakesch Titelbild

Besonders während der kalten Jahreszeit träume ich mich gerne an ferne Orte. Dann schwelge ich in Erinnerungen an vergangene Reisen. Je wärmer das Klima, desto besser, so lautet mein Motto. Marrakesch eignet sich für solche Tagträume hervorragend. Farbenprächtig, geheimnisvoll, quirlig und voller Düfte, so präsentiert sich die Stadt.

Marrakesch, ehemalige Hauptstadt des marokkanischen Reiches im Westen des Landes, ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum mit vielen Moscheen, Palästen und Gärten. Die Medina ist eine dicht bebaute, von Mauern umgebene mittelalterliche Stadt aus der Berberzeit. Zwischen ihren labyrinthischen Gassen finden sich geschäftige Souks (Märkte), auf denen traditionelle Kleidung, Töpferei und Schmuck angeboten werden. Das maurische Minarett der Koutoubia-Moschee aus dem 12. Jh. ist kilometerweit zu sehen und dient als Symbol der Stadt. 

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Die engen Gassen der Medina sind voller Leben und die orientalischen Gerüche der marokkanischen Küche liegen betörend in der Luft. Die Stadt hält alle fünf Sinne auf Trab und ich fühle mich wie in einem Märchen aus 1001 Nacht.

Reiseberichte und Tipps zu Marrakesch finden sich im Netz in Hülle und Fülle, zum Beispiel bei sommertage. Stattdessen lasse ich Bilder sprechen und zeige dir einige meiner ganz persönlichen und farbenfrohen Highlights.

Die Europäer haben die Uhr, die Afrikaner haben Zeit

Schöner wohnen im Riad

Ein Riad ist ein traditionelles marokkanisches Haus oder ein Palast mit einem Innenhof. Der Name kommt vom arabischen Wort für Garten. Viele Riads werden heutzutage als Hotel genutzt und eines ist schöner als das andere. Das sind nicht einfach Unterkünfte, sondern Kunstwerke in Design, meist mit viel Charme geführt und liebevoll eingerichtet.
(Bilder: Riad Johara, inzwischen geschlossen)

Die Kunst der Mosaike bestaunen

Mosaike springen mir in Marrakesch überall ins Auge. Verschlungen, farbenfroh und in geometrischen Formen schmücken die filigranen Keramikkacheln Paläste, Moscheen und Grabmale. Die traditionsreiche marokkanische Keramikkunst nennt sich Zellij, dabei handelt es sich um ein uraltes Kunsthandwerk.

Geheimnisvolle Türen entdecken

Türen sind ein Schutzwall zwischen Strasse und Haus und bis heute ein wichtiger Teil eines marokkanischen Gebäudes. Oft sind die alten Bauten in der Medina mit grossen und schweren Toren versehen und sorgen für Ruhe und Privatsphäre.Was sich wohl dahinter verbergen mag?

 Im Souk von Marrakesch verloren gehen

Farben, Gerüche, Marktschreier, eng und verwinkelt, was für ein Gewusel und was für ein Labyrinth. Der Souk ist das Erlebnis schlechthin in Marrakesch verlaufe ich mich unweigerlich. Da findet man bunte Keramik, Gewürze, Schmuck, Arganöl, gefärbte Garne und noch vieles mehr. Vorsicht ist geboten, denn nicht nur Passanten suchen sich ihren Weg, auch voll beladene Mofas und Eselskarren zwängen sich durch die schmalen Gassen. Da hilft oft nichts anderes als ein beherzter Sprung zur Seite.

Marrakesch kulinarisch erleben

Die marokkanische Küche ist spannend und berühmt, vor allem für die Vielfalt der Gewürze. Nationalgerichte sind Tajine und Couscous, die in verschiedenen Variationen aufgetischt werden. Nicht nur Essen, sondern auch Trinken ist eine Geschmacksexplosion. Einen Kaffee mit Gewürzen oder das Getränk des Landes, einen süssen „thé à la menthe“ (Pfefferminztee), geniesst man stilvoll auf einer der unzähligen Dachterrassen der Stadt.

Überraschend ist zumindest für mich, dass Marokko guten Wein produziert. Zu kosten zum Beispiel bei einem Tagesausflug nach Essaouira.

Marrakesch ist eine Stadt, die man mit allen fünf Sinnen erfassen muss: 
Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten

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2 Kommentare zu “Marrakesch – die Stadt der fünf Sinne”

  1. Wunderschön, ich war gerade mit Dir auf Reisen. Danke für die erklärenden Worte und die traumhaft schönen Fotos. Das tut gut, besonders jetzt gerade. Herzlichst, Sovely

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