Naxos Stadt – Ankommen und Wohlfühlen

Naxos Stadt

Naxos ist die grösste Insel der Kykladen im Ägäischen Meer und strahlt eine wohltuende Ruhe aus. Für mich ist die Insel die perfekte Ergänzung zum quirligen Santorini, wo ich gerade herkomme. Kaum legt der Highspeed Katamaran am Hafen von Naxos an, stellt sich bei mir ein Gefühl von Ankommen und Wohlfühlen ein und ich weiss, das wird was mit Naxos und mir.

Wohnen in Grotta

Grotta ist der älteste Teil der Stadt und da befindet sich das Hotel Grotta. Die Lage ist optimal, etwas erhöht mit einem wunderbaren Blick und trotzdem fussläufig zum Zentrum. Ein kostenloser Abholservice am Hafen und ein Glas Weisswein zur Begrüssung hinterlassen einen ersten Eindruck, wie er besser nicht sein könnte. Der Blick von der Dachterrasse ist umwerfend und am liebsten würde ich den Aufenthalt gleich auf unbestimmte Zeit verlängern. Das Grotta ist berühmt für Mama’s Breakfast und das Frühstücks-Buffet ist tatsächlich aussergewöhnlich umfangreich.

Zwei Powerfrauen sind hier am Werk, sie kümmern sich auf liebenswürdige Art um jeden einzelnen Gast. Sie kennen Busfahrpläne im Schlaf und sparen nicht mit Tipps und Ideen, wie ich aus meinem kurzen Aufenthalt das Beste herausholen kann.

Doch ich habe gar nicht das Bedürfnis nach Aktivitäten. Mir genügt Naxos-Stadt, auch Chora genannt, ich will nur Meeresluft einatmen, in die Weite schauen, Kraft tanken, in die Sonne blinzeln und zwischendurch eintauchen in das Gassengewirr der Altstadt.

Portara – das Tempeltor

Die grösste Sehenswürdigkeit auf Naxos ist die Portara, das Tempeltor eines antiken Apollon Tempels. Das Tor ist etwa 4 m breit und 6 m hoch. Es steht auf einer Halbinsel, die zu Fuss über einen Damm erreichbar ist. Besonders bei Sonnenuntergang ist das ein beliebter Platz. Bei meinem Besuch im April sind es allerdings höchstens 20 Personen, die mit mir warten, bis die Sonne wie ein oranger Ball am Horizont im Meer versinkt.

Uferpromenade

Entlang der Hafenfront zieht sich eine lange Promenade, gesäumt von unzähligen Tavernen, Cafés und Geschäften. Der Oktopus hängt zum Trocknen in der Sonne. Hier kann man wunderbar flanieren, Kaffee trinken oder sich den Bauch mit lokalen Spezialitäten vollschlagen. Mit etwas Glück bekommt man ein Dessert und den Schnaps nach dem Essen offeriert.

Kitro aus Naxos ist ein griechischer Likör. Er gilt als Likör mit gesetzlich geschützter Herkunft auf der Kykladeninsel Naxos, wo er ausschließlich produziert wird. Die Destillerie „Vallindra“ im Ort Chalkio gilt als erster Hersteller. Hergestellt wird Kitro aus den Blättern des Zedratbaumes. 

Altstadt

Direkt hinter der Uferpromenade beginnt ein Labyrinth aus vielen kleinen Gassen. Es macht Spass, verloren zu gehen und sich einfach planlos treiben zu lassen. Gross ist die Stadt nicht, irgendwann steht man wieder an der Uferpromenade und die Orientierung ist zurück.

Agios Georgios

Agios Georgios ist mit Sicherheit nicht der schönste Strand der Insel. Dafür ist die Bucht keine 10 Minuten zu Fuss vom Hafen entfernt. Tatsächlich trauen sich im April schon einige wagemutige Menschen ins Wasser, dazu gehöre ich nicht. Ansonsten laufen die Vorbereitungen auf die Sommersaison, überall wird fleissig gestrichen und renoviert. Einzig beim Ippokampos Hotel ist die Terrasse geöffnet und ich bekomme einen wunderbaren griechischen Salat serviert.


48 Stunden sind definitiv viel zu kurz für diese wunderbare Insel. Doch ich habe für mich einen neuen Wohlfühlort gefunden, mich ein kleines bisschen in die Insel verliebt und kann mir gut vorstellen, irgendwann zurückzukehren mit mehr Zeit im Gepäck.

Meine Griechenland Triologie: 
Athen - Santorini - Naxos

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