Pleiten, Pech und Pannen auf Reisen

Wer viel reist, erlebt auch viel. Offensichtlich habe ich einen sehr treuen Schutzengel – oder viel Glück. Doch ab und zu geht auch bei mir etwas schief und es gibt Pleiten, Pech und Pannen. Meist kann man hinterher herzhaft darüber lachen. Aber lest selber, Schadenfreude ist erlaubt!

1,2,3 gebucht

Flüge und Hotels sind heute schnell reserviert. Da sitzt Frau gemütlich auf dem Sofa vor dem TV. Die Chipstüte in der einen Hand und in der Werbepause sichert Frau sich mit der anderen Hand auf dem Natel ruck zuck einen Platz im Flieger oder bucht ein Hotelzimmer. Doch aufgepasst.

Ich habe so auf die Schnelle schon fürchterliche Bruchbuden oder ein Zimmer in einem Altersheim gebucht. Auf einer Radtour kann meine Begleiterin noch rechtzeitig eingreifen, sonst hätten wir am nächsten Tag sehr weit (in ein anderes Land) radeln müssen.

Schief geht auf diese Art und Weise eine Flugbuchung. Am Check-in in New York fragt mich die Lady am Schalter, warum ich schon hier bin für einen Flug am nächsten Tag.

Fliegen will gelernt sein

In Madagaskar bin ich tatsächlich am falschen Flughafen ausgestiegen. Niemand hat etwas von einer Zwischenlandung erwähnt und die komplizierten Städtenamen sind der Sache auch nicht förderlich.

Unangenehm ist es, wenn während der Reise die Fluggesellschaft nicht einfach eine Panne hat, sondern gleich Konkurs macht wie Aloha Airlines auf Hawaii. Doch Glück im Unglück, es gibt nicht nur Bier auf Hawaii, sondern auch eine andere Airline und die kurzen Inselhüpfer Flüge sind nicht teuer.

Nach fünf Monaten in Südamerika bin ich etwas leichtfertig und buche, ohne mit der Wimper zu zucken, einen Flug mit knapper Umsteigezeit. Ach, das wird schon klappen, denke ich. Falsch, ich stehe in Lima bei Iberia vor geschlossenem Schalter. Mit mehr Glück als Verstand erwische ich meinen Heimflug nach Europa buchstäblich in letzter Sekunde.

Wenn das Hirn zu Hause bleibt

Doof ist, wenn man das Handgepäck zu Hause liegen lässt. Passiert ist mir das auf dem Weg in die Skiferien nach Kanada. Zum guten Glück befinden sich die wirklich wichtigen Dinge bei mir meist in der Handtasche, die hatte ich dabei.

Daheim vergessen habe ich zudem schon Tickets für das Edinburgh Tattoo, für eine ganze Gruppe. Ich merke es auf dem Weg zum Flughafen und es bleibt genügend Zeit um umzukehren.

Dumm gelaufen

Verloren gehe ich auf den Azoren, auf einer Biketour. Irgendwie verpasse ich auf einem Pass den Anschluss an die Gruppe. Ich finde mich nach einer fantastischen und genussvollen Abfahrt mit zwei anderen Personen an der falschen Küste wieder. Telefonisch können wir das Begleitfahrzeug anfordern, Mittagessen fällt jedoch aus, Pech gehabt.

Peinlich

In einem Hostel in New York kehre ich, eher spärlich bekleidet, von der Etagendusche zurück. Blöd, wenn die Chipkarte nicht mehr funktioniert und die Türe zum Zimmer verschlossen bleibt. Ja, dann findet man sich halb nackt, mit einem Pokerface, an der Rezeption wieder.

Hilfe, ich werde verfolgt – oder vielleicht doch entführt

Weiter gibt es all die Situationen, die ein ungutes Gefühl auslösen, aber gut ausgehen. So werde ich auf den Philippinen nach dem Aussteigen aus einem Bus verfolgt (nicht vom Pech sondern von einem Mann) und bin sehr froh, wohlbehalten meine Lodge zu erreichen. Da erzählt man mir, dass der unheimliche Herr bekannt, harmlos und anscheinend geistig verwirrt ist.

In Indien glaube ich schon fast an eine Entführung im Taxi. Die nächtliche Fahrt an den Bahnhof nimmt kein Ende und die Gegend wird immer unbewohnter und dunkler. Soweit weg kann keine Bahnstation von der Stadt sein. In Indien natürlich schon, irgendwann stoppt das Taxi tatsächlich vor einem Bahnhof und mir fällt ein Stein vom Herzen.


Dann wären da noch all die unfreiwillig lustigen Situationen, die durch Sprachbarrieren, Kulturunterschiede oder Missverständnisse entstehen. Besonders aus Indien könnte ich so einiges erzählen. Das dann vielleicht ein anderes Mal. Für heute habt ihr hoffentlich genug gelacht!

„Macaco velho não trepa em ramo seco“
(ein alter Affe klettert nicht auf trockene Äste)

Das brasilianische Sprichwort bedeutet, dass man aus Erfahrungen lernt.

noch mehr Pleiten, Pech und Pannen

Weitere Geschichten zum Thema gibt es bei Travelita, sie hat ebenfalls schon aus dem Nähkästchen geplaudert.


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