Pleiten, Pech und Pannen auf Reisen

Pleiten, Pech und Pannen Titelbild

Wer viel reist, erlebt auch viel. Offensichtlich habe ich einen sehr treuen Schutzengel – oder viel Glück. Doch ab und zu geht auch bei mir etwas schief und es gibt Pleiten, Pech und Pannen. Manchmal ist es einfach nur ganz schön peinlich. Doch meist kann man hinterher herzhaft darüber lachen. Schadenfreude ist erlaubt!


Amerika

USA: Ich stehe einen Tag zu früh am Check-in in New York. Passiert, wenn man seine Flugbuchungen so auf die Schnelle auf dem Sofa während einer Werbepause erledigt und die Daten nicht genau kontrolliert.

In einem Hostel im Big Apple komme ich, eher spärlich bekleidet aus der Etagendusche und die Chipkarte zum Zimmer funktioniert nicht mehr. So finde ich mich mit Pokerface und halb nackt an der Rezeption wieder.

Auf Hawaii geht die Fluggesellschaft bankrott. Doch Glück im Unglück, es gibt nicht nur Bier auf Hawaii, sondern auch eine andere Airline. Mehr aus dem Aloha-State: Hawaii – Das Leben ist besser am Strand.

Kanada: Ich lasse das Handgepäck zu Hause liegen. Immerhin sind die wirklich wichtigen Dinge alle in der Handtasche und die ist dabei.

Peru: Ich bringe meine schmutzige Wäsche in die Wäscherei. Ein sehr alter Mann leert meinen Beutel auf die Theke und wühlt in meiner Unterwäsche. Diskretion geht anders! Beim Abholen drückt er mir die falschen Kleider in die Hände und ich darf meine Siebensachen eigenhändig aus einem Wäscheberg herauspicken.

Ebenfalls in Peru bin ich nach 5 Monaten etwas leichtfertig und buche einen Flug mit knapper Umsteigezeit. Wird schon klappen, denkt mein «Latino-Hirn», bis ich in Lima bei IBERIA vor einem geschlossenen Schalter stehe. Mit mehr Glück als Verstand schaffe ich es in letzter Sekunde in den Flieger Richtung Heimat.

Mehr Erlebnisse aus einem meiner Lieblingsländer: Peru – Geschichten am Wegesrand.


Afrika

Madagaskar: Tatsächlich steige ich auf einem Inlandflug am falschen Flughafen aus dem Flugzeug aus, kein Mensch hat etwas von einer Zwischenlandung erwähnt.


Asien

Indien: Die nächtliche Fahrt an den Bahnhof nimmt kein Ende. Ich bin mir sicher, ich werde entführt. So weit ausserhalb der Stadt kann kein Bahnhof sein. Doch wir sind in Indien und irgendwann hält das Taxi tatsächlich vor einem Bahnhof. Ob ich Indien mag, erfährst du in diesem Artikel: Indien ist anders – Liebe oder Hass.

Philippinen: Beim Aussteigen aus dem Bus verfolgt mich ein Mann. Laufe ich schneller tut er das auch. Werde ich langsamer, passt er sich an. Ich bin sehr froh, als ich wohlbehalten die Lodge erreiche. Da ist der seltsame Herr bekannt. Offensichtlich ein harmloser, geistig etwas verwirrter Zeitgenosse.

Laos: Ich rufe den Nachtportier, weil ich glaube, den Zimmerschlüssel eingeschlossen zu haben. Doch das gute Stück liegt auf dem Tischchen vor der Zimmertüre und der schon leicht genervte Mann denkt sich seine Sache, als er die Schnapsflasche daneben sieht. Das war aber nur ein kleiner Schlummertrunk, ich schwöre.

„Macaco velho não trepa em ramo seco“
(ein alter Affe klettert nicht auf trockene Äste)

Das brasilianische Sprichwort bedeutet, dass man aus Erfahrungen lernt.

Europa

Schottland: Auf dem Weg an den Flughafen fällt mir im Taxi ein, dass ich die Tickets für das Edinburgh-Tattoo (für eine ganze Gruppe) nicht eingepackt habe. Die Taxifahrt wird etwas teurer als geplant, wir drehen nochmals um.

Portugal: Bei einer Biketour auf den Azoren verliere ich auf der Passhöhe den Anschluss an meine Gruppe. Nach einer genussvollen Abfahrt bin ich auf der falschen Seite der Insel und muss mich abholen lassen. Mehr zu der Inselgruppe im Atlantik: Azoren – Mountainbike Reise auf der Insel São Miguel)

Portugal: Ebenfalls bei einer Azorenreise streikt das Bodenpersonal der Fluggesellschaft und mein Aufenthalt dauert zwei Tage länger als geplant. Ehrlich gesagt finde ich das gar nicht so übel, denn Ponta Delgada (Azoren) überrascht mit Street-Art.

Deutschland: Auf einer Radtour will ich husch die nächste Unterkunft buchen. Zum Glück schaut mir meine Freundin über die Schulter und greift ein, sonst hätten wir am nächsten Tag sehr weit radeln müssen, bis in ein anderes Land. Ein Tipp für alle Radl-Freunde, der Bodensee-Königssee-Radweg.


Dann wären da noch all die unfreiwillig lustigen Situationen, die durch Sprachbarrieren, Kulturunterschiede oder Missverständnisse entstehen. Besonders aus Indien könnte ich so einiges erzählen. Das dann vielleicht ein anderes Mal.

Artikel aktualisiert: 15.11.2021

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